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Stadttheater Minden
Sonntag 12. Mai. 2019

Der Kirschgarten

Tragikomödie von Anton Tschechow

Rheinisches Landestheater Neuss

Der Kirschgarten ist eine tragische, gesellschaftskritische Komödie in vier Akten von AntonPawlowitsch Tschechow. Sie entstand im Jahr 1903 und wurde zu Tschechows 44. Geburtstag am 30. Jan. 1904 In Moskau uraufgeführt. Es war das letzte Stück des Schriftstellers, der ein halbes Jahr nach der Uraufführung an Tuberkulose starb.

Das Stück spielt um 1900 auf einem russischen Landgut mit einem Herrenhaus, das von einem wunderschönen Kirschgarten umgeben ist. Anja, die Tochter der Gutsbesitzerin Ranjewskaja, holt ihre Mutter aus Paris zurück, weil das Anwesen hoch verschuldet ist und versteigert werden soll. Die Mutter war vor fünf Jahren mit ihrem Geliebten nach Frankreich geflohen, nachdem ihr kleiner Sohn damals im nahe gelegenen Fluss ertrunken war. Der Bruder von Ranjewskaja, Gajew, war unfähig, mit Geld umzugehen und genoss das Leben. Auch Ranjewskaja verbraucht ihr Geld in Paris.

Eine Rettung könnte der ehemalige Leibeigene der Familie, der Kaufmann Lopachin, bedeuten, der zu einem Vermögen gekommen ist. Er schlägt vor, Datschen (Ferienhäuser) auf dem Grundstück zu errichten und sie an Sommergäste zu vermieten. Die Voraussetzung dafür wäre das Abholzen des wunderschönen, aber nutzlos gewordenen Kirschgartens, der gerade in voller Blüte ist. Eine andere Lösung wäre, wenn Warja, die Pflegetochter der Gutsbesitzerin, Lopachin heiraten würde, aber ihr Traum geht nicht in Erfüllung. Es entfaltet sich hingegen in Liebe zwischen den ehemaligen Erzieher des ertrunkenen Sohnes, dem ewigen Studenten Trofimov, und Anja, der Tochter der Gutsbesitzerin.

Die Gutsbesitzerin zieht zurück nach Paris, alle verlassen das Haus, nur der alte Diener Firs, der die alte Zeit vor der Abschaffung der Leibeigenschaft symbolisiert, wird aus Versehen eingeschlossen und bleibt regungslos liegen

"Tschechows Figuren sind gelähmt. Sie reden von ihrem Leben, aber leben es nicht. Sie halten verzweifelt an der Vergangenheit fest, während sie ungläubig die Neuerungen bestaunen. In diesem Sinne hat sich der Mensch von heute zu Tschechows Zeitgenossen nicht verändert."
- Spielzeitmappe 2018/19,Rheinisches Landestheater Neuss -

Anton Tschechow (1860-1904) ist einer der bekanntesten russischen Autoren des 19. Jahrhunderts. Unter seiner Feder entstanden Novellen, Romane und Dramen, die bis heute nicht aus der Literatur wegzudenken sind. Gerade seine Dramen, neben dem „Kirschgarten“ vor allem „Die Möwe und „Drei Schwestern“, stellten einen bedeutenden Neubeginn für das russische Theater dar.


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